Aktuelle Pressemitteilungen der Kreisstadt Heppenheim

Nach der Sommerpause werden wieder Internetkurse für Einsteiger in der Stadtbücherei Heppenheim angeboten.
Die Kurse finden jeweils am letzten Mittwoch eines Monats in der Zeit von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr statt.
Zum nächsten Termin am Mittwoch, 29.08.2018 sind noch Plätze frei.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 3,00 €

Weitere Informationen erhalten Interessierte in der Stadtbücherei Heppenheim, Graf-von-Galen-Str. 12 oder unter 06252-69630




Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am 15. Juli 2018 die Heppenheimer Ehrenbürgerin Prof. Judith Buber Agassi im Alter von 94 Jahren. Bürgermeister Rainer Burelbach würdigte die Verstorbene als eine Dialogpartnerin, die über die Abgründe der deutsch-jüdischen Geschichte hinweg ganz im Sinne ihres Großvaters Martin Buber Gespräche geführt und die Begegnung gesucht habe. Heppenheim verliere mit Judith Buber Agassi eine hoch geschätzte Botschafterin, deren Offenheit und Engagement nicht zu ersetzen sei.

1924 im Haus ihrer Großeltern in Heppenheim geboren, lebte Judith Buber dort nach der Scheidung ihrer Eltern 1929 mit ihrer älteren Schwester Barbara bis zur Emigration. Ihre Großeltern väterlicherseits, der Schriftsteller und Gelehrte Martin Buber und dessen Ehefrau Paula, verließen Deutschland 1938 unter dem Druck der nationalsozialistischen Judenverfolgung.

Nach gesellschaftswissenschaftlichem Studium an der Hebräischen Universität Jerusalem und der London School of Economics erwarb Judith Buber 1960 den Doktorgrad in Politikwissenschaft. Ihre akademische Laufbahn führte sie an renommierte Universitäten in Israel, England, den USA, Hong Kong und Deutschland. Während all der Jahre blieb sie in Kontakt zu Menschen in Heppenheim, mit denen sie schon während ihrer Schulzeit Freundschaft geschlossen hatte. In ihrem Geburtshaus war sie immer wieder auf Einladung des Internationalen Rats der Christen und Juden als Referentin und Zeitzeugin zu Gast. Im Jahr 2004, zu ihrem 80. Geburtstag, verlieh die Kreisstadt Heppenheim Judith Buber Agassi durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die Ehrenbürgerwürde.

Judith Buber Agassi war seit 1949 verheiratet mit dem Philosophen Prof. Joseph Agassi; mit ihm lebte sie zuletzt in Herzlia (Israel). Das Ehepaar hatte eine Tochter und einen Sohn.

Die Stadtwerke Heppenheim veröffentlichen Ihre Trinkwasseranalysen ab sofort online. Dieser Service vereinfacht es Bauherren und Bürgern deutlich an die benötigten Werte heranzukommen, z.B. wenn es darum geht eine Hauswasserfiltrationsanlage zu planen oder zu kaufen. Alle Informationen können im Internet auf der Seite
www.wasserqualitaet-online.de ganz einfach nur durch Eingabe der betreffenden Postleitzahl eingesehen werden.
Die Analysen zeigen, dass die Stadtwerke Heppenheim für eine einwandfreie Qualität unseres Trinkwassers, des Lebensmittels Nr. 1, sorgen und die Vorgaben der sehr strengen Trinkwasserverordnung uneingeschränkt erfüllen. Neben der guten Qualität und der Nutzungsmöglichkeit für den täglichen Gebrauch inkl. Kochen und Trinken stimmt auch das Preis-Leistungsverhältnis insbesondere im Vergleich zu Mineralwässern.



Ein besonderes Angebot des Heppenheimer Stadttourismus lockte am vergangenen Sonntag, 10 Kinder trotz tropischer Temperaturen auf den Marktplatz, wo die Mühlenführung startete.
Unter den Augen ihrer erwachsenen Betreuer wollten die Kinder im Grundschulalter die Welt der Mühlen entdecken. Das Modell einer Wassermühle, erstellt von Karl-Heinz Schellig, sollte hierfür die perfekte Grundlage bieten. Neben den wichtigsten Funktionselementen einer Mühle, wie Mühlenkanal, Wasserrad und Mühlstein stand tatsächlich ein kleines Grautier vor dem Gebäude. „Ehne, Mehne, Muh, Müllers Esel, der bist du!“dieser Abzählreim kam sofort in den Sinn.
Praktisch und unentbehrlich war das Tier im Alltag eines Mühlenbetriebs, konnte es doch mühelos die 100 kg schweren Maltersäcke transportieren, die sonst der Müller durch das Gebäude wuchten musste.
Weiter ging es im Kurmainzer Amtshof, hier erfuhren die jungen Teilnehmer_Innen wie Mehl mit einfachsten Mitteln gewonnen werden kann. Durch Reiben von Weizenkörnern mit Steinen auf einer ebenso steinigen Unterlage wurden, zwar ausdauernd, mühsam und mit viel Muskelkraft kleine Mengen des wertvollen Mehlpulvers gewonnen, für Brot und Kuchen hätte es allerdings nicht genügt. Gut das Pia Kessler-Schül, die diese spezielle Führung zusammen mit Karlheinz Mulzer konzipiert und angeleitet hat, vorsorglich ein paar Brote als Kostprobe dabei hatte.
Nachdem deutlich geworden war, dass das Wandern nicht nur des Müllers Lust sondern auch eine Verpflichtung war, um den Abschluss der Ausbildung für diesen Handwerksberuf zu erhalten, lernte die Gruppe drei Standorte Heppenheimer Altstadtmühlen kennen und erfuhr welches Schicksal mit den Gebäuden verknüpft ist.

In der Tugersmühle begann dann das große Rätselraten. Welches Produkt aus Mehl wurde hier wohl einmal hergestellt? Erst nach einigen Vorschlägen wurde das Geheimnis gelüftet: Nudeln! Tatsächlich befand sich hier einst die erste deutsche Fabrik für italienische Makkaroni-Nudeln. Eine große Überraschung für die Mädchen und Jungen.
Die Wanderung ging weiter entlang der Gebäude der Tugersmühle, in deren unmittelbarer Nähe die einstige Lebensader Heppenheims offen zu sehen ist, übrigens die einzige Stelle in der Altstadt. Über zwei kleine Wehrmauern plätschert gemütlich „die Bach“.
Der weitere Weg der Kids führte entlang des früheren Mühlenkanals, dessen Vorhandensein die zahlreichen kleinen Brücken immer noch belegen, und der in „Alten Zeiten“ durchaus als sommerliche Bademöglichkeit von den Heppenheimer Kindern genutzt wurde. Beim Finale am Marktplatz offenbarte ein Quiz, wie unglaublich aufmerksam alle das Thema verfolgt hatten, sogar die Länge des Mühlgrabens war allen bekannt.

Die Stadtwerke Heppenheim bitten alle Bürger darum in Anbetracht der andauernden Hitze und vor allem der Trockenheit sparsam mit dem wertvollen Lebensmittel Trinkwasser umzugehen. Es soll zwar im Laufe der zweiten Augustwoche leicht kühler werden, ein Ende der Trockenheit ist jedoch nicht absehbar. Insbesondere bitten die Stadtwerke darum, dass im Garten mit Bedacht gegossen wird und idealerweise nur Nutzpflanzen bewässert werden. Daneben werden alle Besitzer privater Swimmingpools gebeten das Wasser nicht mehr auszutauschen. In Heppenheim herrscht aktuell noch keine Knappheit an Trinkwasser. In einzelnen Ortsteilen besteht jedoch die Gefahr, dass infolge der bereits seit Februar andauernden Trockenheit die Quellen nicht mehr so viel Wasser spenden, wie bisher gewohnt. Zum Ausgleich für einzelne Tage gibt es an verschiedenen Stellen in der Stadt Speicherbehälter. Da gleichzeitig die Waldbrandgefahr weiterhin sehr hoch ist, wird jedoch ein großer Anteil des Wassers dieser Speicherbehälter vorgehalten, damit jederzeit genügend Wasser für die Feuerwehr verfügbar ist. Durch einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser kann jeder Verbraucher einen Beitrag leisten.

Der Schwimmclub Heppenheim veranstaltet am Sonntag, 12.08.2018 in der Zeit von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr den Sprintpokal 2018.
Außerhalb dieser Zeit steht das Bad den Besuchern uneingeschränkt zur Verfügung.

An den Heppenheimer Friedhöfen werden in diesen Tagen Schilder angebracht, die die Besucher darauf hinweisen, dass sie die öffentliche Anlage auf eigene Gefahr betreten.

Die Bürger sollen dafür sensibilisiert werden, ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen und mögliche Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen. Diese können schon während des täglichen Dienstbetriebes wie beispielsweise bei der Grünflächenpflege oder bei Transporten über die Friedhofswege entstehen. Glatte Wege im Winter, von den Bäumen gefallene Zweige oder die Tätigkeiten von Gewerbetreibenden können zur besonderen Achtsamkeit zwingen.

Die Beschilderung dient dem Schutz der Bürger und soll helfen, Schäden und Verletzungen zu vermeiden.

Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen und Trockenheit weist die Stadt Heppenheim darauf hin, dass im Bereich des Funktionsgebäudes (Umkleide-, Sanitärbereich und Kasse) und im Badebereich das Rauchen nicht gestattet ist. Da es sich beim Funktionsgebäude um ein Holzbauwerk handelt, gilt das Rauchverbot hier im Umkreis von 10 m.

Darüber hinaus wird für die Zeitdauer der Trockenperiode ein Rauchverbot für den Vorplatz ausgesprochen. Die Liegewiese ist, wie bisher auch, von Zigarettenresten freizuhalten.

Jedes Jahr machen sich deutschlandweit mehr als 800.000 Erstklässler auf ihren ersten Schulweg auf. Bald ist es in Hessen soweit! Mit Spannung und Interesse gehen die Kinder, im wahrsten Sinne des Wortes, neue Wege. Da Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind und somit zu den schwachen Verkehrsteilnehmern gehören, ist ihnen besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Mit Unterstützung der Verkehrswacht des Kreises Bergstraße werden an allen Schulen im Stadtgebiet Spannbänder aufgehängt, die auf die Kinder aufmerksam machen sollen.

Viele Eltern wählen für den Schulweg das Auto und tragen so unbewusst zu starkem Verkehr rund um die Schule bei. Dies wiederum erhöht die Gefahr für Kinder, in Unfälle verwickelt zu werden.

Wird der Schulweg zu Fuß gegangen, fördert dies die Selbständigkeit und trainiert gleichzeitig das sichere Verhalten im Straßenverkehr. Auf dem Schulweg können die Kinder Freundschaften pflegen und sich über ihre Erlebnisse im Schulalltag unterhalten.

Auch an einigen Kitas wird mit Spannbändern auf die Situation der Kinder aufmerksam gemacht.

Den Zauber der Mühlen entdecken

Die Wassermühle war die erste Maschine der Menschheit. Viele Jahrhunderte erfüllte sie ihren guten Zweck durch das Mahlen von Getreide, das Sägen von Holz und Pressen von Ölsaaten, so auch in Heppenheim. Besonders zahlreich waren die Mühlen an Erbach, Stadtbach und Hambach. Wer heute durch die Altstadt geht, wird auf die ‚Mühlgasse‘ stoßen. Doch wo sind die Gebäude, in denen die Müller Schwerstarbeit verrichteten, wo ist der rauschende Bach an dem Mühlen klapperten? Alles verschwunden und vergessen?

Ein wenig Zauberei wohnt der Müllerei seit jeher inne, verwandelt die Mühle doch Getreidekörner in Mehl, für viele immer noch verwunderlich. Diese Magie wollen auch Pia Kessler-Schül und Karlheinz Mulzer bei ihrer Sommerführung für Kinder nutzen. Denn obwohl alles verschwunden scheint, gibt es doch viele Spuren, auch in der Heppenheimer Altstadt, die es zu entdecken gilt. Die zahlreichen Hinweise ermöglichen es, sich nahezu spielerisch der Müllerswelt zu nähern. Wie sieht Getreide aus? Wie kann man es zerkleinern? Wie funktioniert eigentlich ein Mahlwerk und was hat das mit Max und Moritz zu tun? Schließlich: Warum ist das Wandern des Müllers Lust? Zu sehen gibt es beim kleinen Rundgang einiges: So zum Beispiel Reste der alten Stadtmühle, Mühlsteine, riesige Mühlgebäude und das ‚erste Heppenheimer Freibad‘, der Mühlgraben, der lange Zeit auch als Badevergnügen für die Kinder der Altstadt diente.

Die Kinder-Mühlenführung startet am Sonntag, 05.08.2018 um 10:30 Uhr am Marktplatz. Die Teilnahmegebühr beträgt für Kinder bis 14 Jahre 3,--€, die erste Begleitperson ist frei, jede weitere Begleitperson kostet 6,--€. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskünfte gibt es bei der Tourismus-Information der Stadt Heppenheim.