Aktuelle Pressemitteilungen der Kreisstadt Heppenheim

Zahlreiche Erzählungen und Geschichten bekunden vom Leben im alten Heppenheim. Überliefert wurden aber auch sagenhafte Ereignisse, die sich außerhalb der früheren Stadtmauern zugetragen haben. Besonders der im Süden Heppenheims gelegene sonnige Eckweg und das ruhige Bombachtal waren die Orte für allerlei merkwürdige Gegebenheiten.  So konnte man dereinst mit etwas Glück am Krötenbrunnen einen Schatz finden. Im Tal des Bombachs trieb ein Geist seinen Schabernack und führte die nichts ahnenden Bauern in die Irre. Elfen hinterließen ihre Schrittspuren im feuchten Ufer des Baches und in einer wilden Jagd konnten die Heppenheimer Winzer sogar den Teufel in die Flucht schlagen. Wo die Verfolgung endete, kann man heute noch sehen: am Teufelstein. Dort sprang der Beelzebub von einem Fels über die Bombach-Schlucht, um seinen Verfolgern zu entkommen. Seine Fußabdrücke im Felsgestein sind noch immer sichtbar.
Bei einer geführten Rundwanderung können diese und weitere Erzählungen vor Ort nachvollzogen werden. Erzählt werden sie von Pia Keßler-Schül und Karlheinz Mulzer, die die „Geschichten am Wegesrand“ am Eckweg, in den Weinbergen des Guldenzolls und im beschaulichen und ruhigen Bombachtal wieder zum Leben erwecken. Die besondere Naturlandschaft  an der Grenze zum ehemaligen Großherzogtum Baden  bietet hierfür eine eindrucksvolle Kulisse und das Sagenhafte lässt die Zeit wie im Fluge vergehen.
Am 29. Juli 2017 um 14:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die „Geschichten am Wegesrand“ mitzuerleben. Besonders willkommen sind Familien und Spaziergänger, die die Landschaft einmal mit anderen Augen kennen lernen wollen.
Treffpunkt ist der Parkplatz Erbacher Tal/Eckweg. Die Dauer der Veranstaltung wird ca. 2,5 Std. betragen. Der Wanderweg ist gut zu laufen. Geeignetes Schuhwerk und Getränke für den Durst werden empfohlen. Teilnahmegebühr: Erwachsene 5 €, Kinder 2,50 €.



Heppenheimer Stadt- und Laternenführer erkunden das Freilichtlabor Lauresham


Einen angenehmen Sommertag nutzten die Heppenheimer Stadtführer mit ihren Begleitungen für eine Informations-und Fortbildungsveranstaltung in der klösterlichen Nachbarstadt Lorsch. Ziel war das experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham. In der Königshalle wurden sie von ihrer Gästeführerkollegin Rita Plichta begrüßt. Mit einem Rundgang auf historischem Boden umriss sie zur Einführung die Geschichte und Bedeutung des Reichsklosters und versprach auf dem Weg zu dem karolingischen Herrenhof, dass sie die Heppenheimer nun mitnehmen würde, auf eine sehr „spannende und abenteuerliche Zeitreise in das 8. und 9. Jahrhundert“.

„Lauresham ist kein Museum“, stellte Plichta gleich zu Beginn klar, „sondern ein Modell - ein Ort der Forschung und Lehre“. „Hier in Lauresham wird erforscht, wie die Abläufe auf einem Herrenhof der damaligen Zeit funktioniert haben könnten“, führte sie aus. Interessiert folgte die Gruppe ihren detaillierten Erklärungen mit viel Bezug zu Heppenheim. Schließlich ist Heppenheim mit seiner Ersterwähnung anno 755 die älteste Erwähnung im Lorscher Codex, denn im Jahre 773 ging die Mark Heppenheim auf Grund einer Schenkung Karls des Großen in den Besitz des Klosters über.

Auch Professor John J. Martin aus den USA, der einen Lehrstuhl für Neue Europäische Geschichte an einer Universität in North Carolina innehat und als Gast dabei war, war voll des Lobes für das Modell des Herrenhofes. „Eindrucksvoller kann man Geschichte nicht erfahren und vermitteln als es hier in Lauresham geschieht“, resümierte er. „Lauresham wird niemals fertig sein und mit jedem Besuch erwartet den Gast viel Neues“ beendete Rita Plichta den Rundgang.

Die Heppenheimer Stadtführer bedankten sich bei ihrer Kollegin Rita Plichta für den fachlich fundierten Vortrag und die vielen neuen Erkenntnisse bei der Zeitreise ins 8.und 9. Jahrhundert.

Beim Ausklang in gemütlicher Runde wurde noch lange über das Erlebte gesprochen und für die Heppenheimer war klar: Ein weiterer Besuch wird nicht lange auf sich warten lassen.

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ findet wieder bundesweit die Interkulturelle Woche statt. Die Vorbereitungen für ein vielfältiges Programm in Heppenheim sind in vollem Gange. Eröffnet wird die Interkulturelle Woche am Samstag, 23.09.2017, mit dem Interkulturellen Fest zwischen 10:00 Uhr und 13:30 Uhr. Dabei erwartet die Besucher Musik, Informationsstände, Speisen und Unterhaltung auf dem Gelände des Parkhof Nord in Heppenheim. Schon einen Tag vorher lädt der Weltladen zu einem Vortrag mit Produktpräsentation ein.

Bis zum 3. Oktober gibt es eine Reihe von verschiedenartigen Veranstaltungen, die die kulturelle Vielfalt Heppenheims widerspiegeln. So leisten beispielsweise die Saalbau Lichtspiele mit ihren Kinowochen zum Thema „Migration im Deutschen Film“ in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Heppenheim einen besonderen Beitrag als Rahmenprogramm. Traditionell endet die Interkulturelle Woche am 03.10. mit dem „Tag der offenen Moschee“ (Moschee Anas Ibn Malik e.V.).

Anfang August ist das vollständige Programmheft bei allen beteiligten Institutionen in Heppenheim erhältlich. Daneben wird es das Heft auch zum Download im Internet geben. Einzelheiten und Aktualisierungen sind in der Zwischenzeit auf www.heppenheim.de und www.kino-heppenheim.de sowie auf der offiziellen Homepage der Interkulturellen Woche: www.interkulturellewoche.de zu finden. Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher.

Zahlreiche Kinder der Musikschule Heppenheim präsentierten ihr Können im Rahmen von Klassenvorspielen der Öffentlichkeit.

Die Gitarrengruppen der Lehrer Ulrich Fleischmann, Thomas Haag und Ulrich Vogel spielten Werke der klassischen Musik, traditionelle Lieder, folkloristische Stücke aus vielen verschiedenen Ländern und Popsongs aus den verschiedensten Bereichen. Hier hörte man zum Beispiel Beatles-Songs und andere Pop-Songs.

Werke aus Barock, Klassik und von zeitgenössischen Komponisten brachten die Klavierschüler von Joachim Bickelhaupt zu Gehör.

Auf große Resonanz stieß das Schülerkonzert mit den Klarinetten- und Saxofonschülern der Klasse Christian Seeger. Zu hören waren abwechselnd Saxophone und Klarinetten in 18 solistischen Beiträgen sowie gemeinsam in drei Ensembles. Stilistisch bewegten sich die Schüler Seegers zum größten Teil zwischen Jazz und Pop - teilweise mit beachtlichen improvisierten Soli. Es gab allerdings auch Ausflüge zu Romantik (Grieg) und Barock (Bach), was die Vielseitigkeit der beiden Instrumente demonstrierte. Begleitet wurden die Beiträge von Christian Seeger am Klavier.

Die Querflötenklassen von Cornelia Pahlke und Thomas Eden spielten in der schönen Atmosphäre des Kurfürstensaals Werke aus der Zeit des Barock, der Klassik und der Moderne.

Alleine und im Duett spielten die Nachwuchsflötenspieler_innen im Rahmen einer Matinee. Zwei Querflötenquartette mit Musik von G. Ph. Telemann, zeitgenössischen Komponisten und traditioneller Musik zeigten, dass Querflöte spielen zu viert nicht nur Spaß macht, sondern auch richtig schön klingt.

Mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Carl Maria von Weber und anderen trat die Celloklasse von Gyeonlim Kim auf.

Ein buntes Programm führten die Klavierschüler der Klasse Margarete Schurmann-Spengler auf. Mit Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart über Modest Petrowitsch Mussorgsky, Edvard Grieg und Astor Piazzolla erklangen auch moderne Kompositionen unter anderem von Daniel Hellbach, Sandra Labsch und anderen. Neben vielen Klaviersolobeiträgen und vierhändigem Spiel waren auch Violinschüler der Klassen Clara Briggmann und Silke Schulder sowie Querflötenschüler der Klasse Judith Portugall im Programm vertreten, die von Klavierschülerinnen und –schülern begleitet wurden.

Heike Städter, Lehrerin für Blockflöte, Fagott und Saxofon hatte mit ihren Schülern ein heiteres und unterhaltsames Schülerkonzert vorbereitet, das die Eltern und Zuhörer begeistert aufnahmen. In der Heilig-Geist-Kirche kamen die Klangfarben der Instrumente ganz besonders schön zur Geltung.

Den Abschluss der Klassenvorspiele machten die beiden Blechbläserkollegen Stanislaw Klimov und Johannes  Würmseer. Große und kleine Trompeten- und Posaunenschüler hatten ein wunderbares Programm einstudiert. Musik aus vier Jahrhunderten erfreute die zahlreiche Zuhörerschaft in der Christuskirche, die den Spielern mit kräftigem Applaus dankte.

Der Sommer ist heiß und lädt zum Picknick im Grünen ein. Darum freuen wir uns über die Kooperation mit dem Frauentreff des DRK und die Einladung zum Treffen im Hinterhof der DRK Begegnungsstätte in der Werlestraße 5 in Heppenheim am 19. Juli 2017. Dort wollen wir gemeinsam den Sommer genießen und Pläne für das nächste Halbjahr schmieden, denn im August hat der Ladies Brunch Sommerpause.

Wir freuen uns über jeden mitgebrachten Picknickkorb, gerne auch über eigene kleine Beiträge zum Gespräch und Wünsche für die nächsten Veranstaltungen. Vor allem geht es aber ums gemütliche Beisammensein. Vielleicht lernt die eine oder andere ja ein neues Gesicht kennen? Wie immer sind ALLE Ladies, die Lust auf Kontakt, Austausch, Interesse an neuen Themen und auf ein gemeinsames Frühstück haben, herzlich willkommen. Kaffee, Tee, Wasser und Brötchen werden wie immer durch die Veranstalterinnen bereitgestellt. Das Buffet gestalten die Teilnehmerinnen. Zur besseren Planung wird um Anmeldung gebeten. Trotz anderem Veranstaltungsort bleibt die Zeit wie immer 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr.

Ansprechpartnerinnen sind:
Anja Ostrowski, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heppenheim unter 06252 9594052, Mail: gleichstellungsbeauftragte(at)stadt.heppenheim.de, Stefanie Fuchshuber vom Caritaszentrum Heppenheim unter 06252 990135, Mail: s.fuchshuber(at)caritas-bergstrasse.de oder Carola Friemel vom DRK unter 06252 700445, Mail: carola.friemel(at)drk-hp.de

Führung ‚Wasser auf die Mühlen‘ am 15. Juli 2017


In der Altstadt Heppenheims konnte man über viele Jahrhunderte das Klappern der Wassermühlen, die außerhalb der Stadtbefestigung errichtet worden waren, hören. Über die Steine der Stadtmauer hinweg tönte Tag und Nacht das Arbeitsgeräusch der Mahlwerke, das Schlagen von Holz auf Holz. Hervorgerufen wurde dies Geräusch durch die Mechanik des Rüttlers, der für den ständigen Zustrom des Mahlguts sorgte. Das Klappergeräusch wurde noch durch das Schlagen des Klopfstocks auf einen Mehlbeutel, notwendig zur Trennung von Kleie und Mehl, verstärkt.

Drei der ‚Altstadt‘-Mühlen befanden sich einst oberhalb des Stadtbachs am Fuße des Heppenheimer Schlossbergs. Damit die Wasserräder die Mahlwerke antreiben konnten, musste Wasser auf die Mühle gebracht werden. Dies geschah seit dem Mittelalter durch einen künstlichen Wasserzulauf, dem Mühlgraben, der Wasser vom Stadtbach an einem Wehr abzweigte und die Obere Vorstadt am südlichen Hang des Schlossbergs durchzog. Seine Länge von nahezu 700 m und die Einpassung in das Gelände macht heute noch deutlich, wie aufwändig die Müllerei bis vor wenigen Jahrzehnten betrieben wurde.

Mit der Führung ‚Wasser auf die Mühlen‘ wird am Samstag, 15. Juli 2017, 14:00 Uhr die Spurensuche nach den alten Heppenheimer Mühlen wieder aufgenommen. Mit Geschichte und Geschichten an Altstadtplätzen und Mühlenstandorten werden die Teilnehmer während zweieinhalb Stunden die beinahe vergessene Welt der Mühlen neu erleben.  Treffpunkt ist der Heppenheimer Marktplatz, Teilnahmegebühr: Erwachsene 4 €, Kinder 2 €. Weitere Informationen zu dieser Führung und weiterer städtischer Angebote beim Tourismus-Büro Heppenheim unter 06252 13-1171/2, E-Mail: tourismus(at)stadt.heppenheim.de.

Gemeinsam mit Birgit und Karl-Heinz Vettel hat die Stadt Heppenheim insgesamt 45 Bäume gepflanzt. Die Familie Vettel ist im Frühjahr 2017 auf die Stadt Heppenheim zugekommen, um sich nach geeigneten Flächen für Baumpflanzungen zu erkundigen. Schnell wurde man sich einig und verständigte sich auf zwei Pflanzbereiche in der Heppenheimer Gemarkung.

Bei der Standortwahl wurden unter anderem auch das Landschaftsbild und Belange des Umwelt und Naturschutzes beleuchtet. Fachkundigen Rat wurde beim NABU Heppenheim geholt.

Und so sind zwei wertvolle Projekte entstanden: Zum einen die Wiederanpflanzung einer Pappelallee am Bruchgrabenweg nahe der Alten Postbrücke/Weschnitzinsel. Die hier vor vielen Generationen angelegte Pappelallee war bis auf wenige Bäume nicht mehr vorhanden. An den bestehenden Bäumen erfolgten infolge des hohen Alters Kronensicherungsschnitte. Mit den nun neu angepflanzten Bäumen der Art populus nigra 'Italica deutet sich wieder die Faszination einer schönen Pappelallee an. Zum anderen wurde eine Stieleichenreihe am westlichen Rand des Bruchseeareals realisiert. Mit Begeisterung hat Familie Vettel sich für diese beiden Standorte entschieden und ist voller Freude darüber, dass etwas Bleibendes für Generationen realisiert wurde. „Schön wäre es“, so Familie Vettel, „wenn viele andere Bürger Baumpflanzprojekte verfolgen würden. Wir hoffen auf weitere engagierte Bürger“.