Stadtteile

Im Rahmen der Hessischen Gemeindereform wurden zum 1. Januar 1972 sieben Gemeinden (die heutigen Stadtteile Heppenheims) mit der Kernstadt zusammengeschlossen. Das Erhalten und Bewahren der dörflichen Strukturen der Stadtteile tragen heute zum positiven Gesamtbild Heppenheims bei. Als Teil der Kreisstadt legen die Stadtteile Wert auf die Erhaltung ihres typischen Charakters und einen gastfreundlichen Gemeinschaftsgeist.

Erbach

Im Lorscher Codex ist das Dorf erstmals im 12. Jahrhundert als "Erpbach" erwähnt. Erbach liegt in einem Talkessel und war früher (abgesehen von zwei Backsteinbrennereien) ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. Das Dorf wuchs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch private Bautätigkeit zu einer Wohnsiedlung in idyllischer Lage. Durch die mit erheblicher Eigenleistung der Erbacher Bürger entstandene Mehrzweckhalle ist der Stadtteil, der schon mehrfach am Wettbewerb „Unser Dorf“ teilgenommen hat, auch ein gern besuchter Veranstaltungsort.

Ortsvorsteherin: Frau Ursula Hammann | Im Vordersberg 38 | 64646 Heppenheim

Hambach / Ober-Hambach

Im Hambacher Tal entstanden vermutlich im 10. Jahrhundert die Dörfer Ober- und Unter-Hambach. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung waren die zwölf Mühlen, die mit der Wasserkraft des Hambachs betrieben wurden. Als Sitz der von dem Reformpädagogen Paul Geheeb 1910 gegründeten Odenwaldschule war Ober-Hambach bis zu deren Schließung im Jahr 2015 Ziel von Besuchern aus aller Welt. Die sich harmonisch in die Odenwälder Landschaft einfügenden früheren Schulgebäude prägen bis heute das Bild des Ortsteils. Link: www.hambach-info.de

Ortsvorsteher: Herr Wolfgang Schlapp | Wertheimer Straße 24 | 64646 Heppenheim

Kirschhausen / Igelsbach

Urkundlich wurde Kirschhausen erstmals 1130 im Lorscher Codex unter dem Namen Kirzehusen erwähnt. Das Dorf bildete ab 1821 gemeinsam mit Erbach, Sonderbach und Wald-Erlenbach die Vierdorf-Gemeinde, deren Verwaltungssitz in Kirschhausen lag. Kirschhausen ist heute mit mehr als 2200 Einwohnern der größte Stadtteil Heppenheims. Die Siedlung Igelsbach bestand seit dem Mittelalter aus drei Höfen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam durch Teilung eine vierte Hofreite dazu. 1970 wurde Igelsbach Teil von Kirschhausen, zwei Jahre darauf zusammen mit Kirschhausen Stadtteil von Heppenheim.

Ortsvorsteher: Herr Jürgen Held | Schlesierstraße 15 | 64646 Heppenheim

Mittershausen / Scheuerberg

Mittershausen-Scheuerberg ist erstmals 1339 urkundlich erwähnt worden. Noch heute stehen dort gut gepflegte Fachwerkhäuser, die teilweise bereits während des Dreißigjährigen Krieges erbaut worden sind. Beide Dörfer liegen im Pfalzbachtal, dessen Namen an die Zeit erinnert, als Mittershausen und Scheuerberg unter pfälzischer Lehenshoheit stand. Nachdem die beiden Dörfer schon lange gemeinsam verwaltet worden waren, erfolgte im 19. Jahrhundert die Zusammenlegung der Gemarkungen.

Ortsvorsteherin: Frau Gabriele Pfeifer | Am Pfalzbach 7 | 64646 Heppenheim

Ober-Laudenbach

Urkundlich wurde Ober-Laudenbach erstmals bereits im Jahre 795 unter dem Namen Lutenbach erwähnt. Rund um den Stadtteil findet man Hügelgräber aus der jüngeren Steinzeit um etwa 2000 vor Christus. Der Stadtteil bildet eine hessische Exklave in Baden-Württemberg. Ursprünglich mit Laudenbach eine zusammengehörige Siedlung bildend, wurde Ober-Laudenbach spätestens im 12. Jahrhundert eine selbständige Gemeinde. Die Grenzlage trug 1849 auch dazu bei, dass der Ort Schauplatz eines Gefechts zwischen Anhängern der Revolution und konterrevolutionären hessischen Truppen wurde.

Ortsvorsteherin: Frau Susanne Benyr | Schannenbacher Weg 7a | 64646 Heppenheim

Sonderbach

Sonderbach wird erstmals um 1200 im Lorscher Kodex erwähnt. Heimatforscher vermuten, dass die Siedlung etwa 1000 nach Christus begründet worden ist. Hügelgräber weisen jedoch auf eine Besiedlung des Tales schon vor über 4000 Jahren hin. Mehr als hundert Jahre Tradition haben die Sonderbacher Steinbrüche, deren hochwertiger Granit für Bauprojekte und Monumente weit über die Region hinaus Verwendung fand. Durch die Steinindustrie wandelte sich das zuvor ausschließlich landwirtschaftlich geprägte Dorf zur Arbeiterwohngemeinde. Seit 1950 hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.

Ortsvorsteher: Herr Anton Gölz | Kirchbergstraße 5 | 64646 Heppenheim

Wald-Erlenbach

Erstmals wird Wald-Erlenbach 1409 als "Erlenbach" erwähnt. Die heutige Namensgebung besteht seit 1682. Der Stadtteil Wald-Erlenbach ist Heppenheims Vorposten zum Odenwald und liegt elf Kilometer von Heppenheim entfernt. Aus der nur aus wenigen Höfen bestehenden Siedlung entwickelte sich besonders durch die rege private Bautätigkeit der letzten fünfzig Jahre ein Stadtteil mit etwa 740 Einwohnern, gelegen in der reizvollen Landschaft des Odenwalds.

Ortsvorsteherin: Frau Heidrun-Barbara Jäger | Wiesentalstraße 10 | 64646 Heppenheim