Das Ehemalige Kaufhaus Mainzer

Aktuelles - Baufortschritt - Bilder

Es tut sich was in Heppenheims Innenstadt

Nach Jahren des Leerstandes hat die Stadt Heppenheim das unter dem Namen "Metzendorfhaus" bekannte ehemalige Kaufhaus Mainzer gekauft und wird es nun grundlegend sanieren.

Geplant ist eine spätere Nutzung für Büroräume der Stadtverwaltung, Musikschule, bürgernahe Dienstleistungen wie z.B. die Tourismus-Information und ein Ladengeschäft.

Gestartet wurde die Baumaßnahme mit der Aufstellung des Bauzauns am 7. März 2017.

An dieser Stelle informieren wir Sie fortlaufend über den Baufortschritt und zeigen aktuelle Bilder.

12.05.2017 - Die Dachdeckerarbeiten haben begonnen

 
 
 
 
 
Die Dachdeckerarbeiten haben begonnen. Die neue Lattung für die Biberschwanzdeckung ist auf der Südseite/Friedrichstraße fast fertig.

21.04.2017 - Ein Kran wird aufgestellt

Am 21. April 2017 wurde in der Zwerchgasse ein Kran aufgebaut. Ein anderer Standort für den Kran, z.B.  in der Friedrichstraße, war nicht möglich, da die Lasten für das Gewölbe des darunter fließenden Stadtbachs zu schwer wären.

Der Kran wird nicht nur für die Arbeiten am Dach benötigt. Er befördert auch sperrige Baumaterialien durch eine vorübergehende Öffnung des Daches in das Gebäude und entsorgt auf diesem Weg Bauschutt. Die Öffnung wird jeweils wieder provisorisch verschlossen.

21.03.2017 - Das Kellergeschoss

Im Kellergeschoss wurden die Stützen und Wände entfernt, die in den vergangenen Jahrzehnten aus den unterschiedlichsten Gründen eingezogen wurden und nicht in der Ursprungsplanung von Heinrich Metzendorf vorgesehen waren. Durch die Bestandsoberlichter gibt es auch im Untergeschoss helle, lichtdurchflutete Räume.

17.03.2017 - Erste Abbrucharbeiten in den Innenräumen

Die Bausubstanz des gesamten Gebäudes ist in einem sehr guten Zustand. Das gilt auch für alle Wände, vom Keller bis zum Dachgeschoss. Die Zwischendecke im Erdgeschoss, die in den 60er Jahren für das Möbelhaus eingezogen worden war, wurde entfernt. Dadurch ist ein hoher, luftiger und lichtdurchfluteter Raum entstanden. Auf diese Weise wurde der von Heinrich Metzendorf ursprünglich geplante Bauzustand wieder hergestellt.

Im 1. OG wurde an der Stelle, an der vorher die Holzbalkendecke vorhanden war, eine provisorische Absturzsicherung eingebaut.

16.03.2017 - Das Gerüst wird gestellt

Die Arbeiten zur Einrüstung des Gebäudes haben begonnen. Nun wird es enger in der Fußgängerzone. Der Wochenmarkt musste daher für die Dauer der Bauarbeiten an das östliche Ende der Fußgängerzone umziehen.

07.03.2017 - Die Arbeiten haben begonnen - Eine Logistikfläche wird eingerichtet

Anfang März starten die Arbeiten mit der Aufstellung des Bauzauns und dem anschließenden Abbruch des Vordaches in der Friedrichstraße.

Der "Arkadengang" (überbaute Fläche am Gebäude) und Teilbereiche der Zwerchgasse und Friedrichstraße werden als Logistikfläche für die Baufirmen benötigt. Container für Bauschutt, Dixie-Toiletten, Baumaterial und vieles mehr finden hier Platz.

06.12.2016 - Baugenehmigung für ehemaliges Kaufhaus Mainzer liegt vor

Ein besonderes Präsent wurde der Stadt Heppenheim am Nikolaustag zuteil: Kreisbeigeordneter Karsten Krug übergab offiziell die Baugenehmigung für den Umbau und die Nutzungsänderung des ehemaligen Kaufhaus Mainzer in der Friedrichstraße 21 an Bürgermeister Rainer Burelbach.

Damit ist der Startschuss für die Erstellung der Ausführungsplanung und der Vergabeunterlagen durch das beauftragte Architekturbüro bauquadrat aus Michelstadt gefallen. Läuft weiterhin alles nach Plan, können die Bauarbeiten Anfang März 2017 beginnen.

Nach Aufstellung der Baustelleneinrichtung mit Bauzaun und Gerüst soll zeitnah mit den Abbrucharbeiten, den Roharbeiten und den Zimmerarbeiten in der Friedrichstraße 21 begonnen werden. Einschränkungen, die sich durch die Baustelle ergeben können, werden rechtzeitig bekannt gegeben. Derzeit ist mit einer Fertigstellung des Gebäudes im Sommer 2018 zu rechnen.

28.07.2016 - Die Entwurfsplanung

 
 
 
 
Das Architekturbüro "bauquadrat", das für die Stadt Heppenheim die Generalplanung übernimmt, stellt die Entwurfsplanung für den Umbau des ehemaligen Kaufhaus Mainzer vor.

Präsentation Entwurfsplanung

Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“

Der Umbau des ehemaligen Kaufhauses ist ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“. Die Stadt war 2008 mit Unterstützung der NH ProjektStadt, der Stadtentwicklungsmarke der Nassauischen Heimstätte, in das Förderprogramm aufgenommen worden. Der Leerstand der großen Einzelhandelsimmobilie hatte die innerstädtische Entwicklung blockiert. Schon seit einiger Zeit wurden daher in der Stadtpolitik und -verwaltung Überlegungen einer öffentlichen Nutzung angestellt. 2015 kaufte die Stadt das Gebäude, um es durchgreifend zu modernisieren und umzubauen.

Das Ziel des Förderprogramms beschreibt Kernbereichsmanagerin Jana Simon-Bauer von der NH ProjektStadt so: „Die Altstadt in Heppenheim ist städtebaulich sehr ansprechend gestaltet. Dagegen fällt das Erscheinungsbild der direkt angrenzenden Innenstadt, die den Haupteinkaufsbereich umfasst, ab. Durch das Programm soll die Innenstadt mit Handel, Wohnen, Grün- und Freiflächen sowie kulturellen Angeboten gestärkt und aufgewertet werden. Damit erhöht sich auch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Das ehemalige Kaufhaus Mainzer ist ein zentraler Baustein der Innenstadtbelebung.“

Das im Jahr 1906 nach den Plänen von Heinrich Metzendorf erbaute Gebäude gilt als eines der ersten modernen Kaufhäuser in Deutschland und als Paradebeispiel der Reformarchitektur an der Bergstraße. Im Gegensatz zu anderen Kaufhäusern aus dieser Zeit ist es noch weitgehend im Originalzustand erhalten und aus architektonischer und bauhistorischer Sicht von hoher Bedeutung. Durch seine zentrale Lage ist das historische Gebäude auch stadtbildprägend.

Zur Historie

Das Gebäude wurde 1906/07 von dem Architekten Heinrich Metzendorf für den Kaufmann Wilhelm Mainzer errichtet. Das Haus enthielt in den unteren Geschossen Geschäftsräume des Kaufhauses. In den oberen Geschossen waren zudem Wohnungen der Inhaberfamilie untergebracht.

In den folgenden Jahren wurden durch die Aufteilung der unteren Geschosse in mehrere Ladengeschäfte auch einige von außen sichtbare bauliche Veränderungen vorgenommen. Im „Dritten Reich“ verwüsteten Nationalsozialisten die Wohnungen und Läden der jüdischen Inhaber. Haus und Geschäft wurden danach von einem früheren Angestellten der Firma übernommen. Aus der geschäftlichen Entwicklung resultierten später weitere Fassadenänderungen.

Ab 2002 stand das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nach erneutem Eigentümerwechsel leer. Die Kreisstadt Heppenheim erwarb das Anwesen 2015 mit der Absicht, dort nach gründlicher Sanierung auch die städtische Musikschule und mehrere Bereiche der Verwaltung unterzubringen. Ende 2016 wurde die Baugenehmigung erteilt, 2017 mit den Arbeiten begonnen. Bis Mitte 2018 soll das ehemalige Kaufhaus Mainzer wieder zum Schmuckstück der Heppenheimer Fußgängerzone werden.
Die Fotos auf dieser Seite wurden uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt von:
Steffen Diemer (http://www.steffendiemer.com), Architekturbüro bauquadrat, Stadt Heppenheim