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Ab kommenden Montag (29.) führt die Stadt Heppenheim Baumfällungen auf dem städtischen Grundstück zwischen Konrad-Adenauer-Schule und Bürgermeister-Metzendorf-Straße durch. Die Fällungen sind erforderlich, da in diesem Bereich eine Bebauung geplant ist. Gehölze, die erhaltenswürdig sind und sich in die künftige Planung integrieren lassen, bleiben in den Randbereichen erhalten.

Die Fällungen sind von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt. Kurzzeitige Sperrungen des Fuß-/Radweges sind möglich.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Alten Rathaus in Hambach überreichte Bürgermeister Rainer Burelbach die Patenschaftsurkunden an die neuen Grünflächenpaten im Heppenheimer Stadtteil.

Ob Blumenkästen, bepflanzte Ecken oder der Bellerichplatz: die Paten sorgen dafür, dass es überall grünt und blüht und es überall sehr gepflegt aussieht. Insgesamt 19 Paten sind alleine in Hambach aktiv und stellen ihre Arbeitskraft und ihr Engagement in den Dienst der Allgemeinheit. Unterstützt werden sie bei Bedarf vom städtischen Bauhof.

Der Bürgermeister dankte den Grünflächenpaten für ihre wertvolle Arbeit und hofft, noch weitere Unterstützende im übrigen Stadtgebiet zu finden.

Zur Feierstunde waren gekommen (v.l.): Ina Rhein, Erika Ohlhauser, Fachbereichsleiterin Irene Hilkert, Doris Herlemann, Norbert und Ursula Weber, Josef Hoffmann, Christa Holz, Bürgermeister Rainer Burelbach und Thomas Holz.

Der Heppenheimer Frühjahrsmarkt auf dem Europaplatz wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Schon seit Jahren verzeichnen die teilnehmenden Betriebe sinkende Besucherzahlen und zurückgehende Umsätze.

Seit 2015 ist ein Generalunternehmer beauftragt, den Frühjahrsmarkt in eigener Verantwortung zu organisieren. Diesem ist es trotz guter Kontakte zu Schaustellerkollegen nicht gelungen, attraktive Fahrgeschäfte und Unterhaltungsbetriebe nach Heppenheim zu holen. Viele dieser Unternehmen, oftmals Familienbetriebe, mussten in den letzten Jahren aufgeben. Umfangreiche gesetzliche Vorgaben, ausbleibende Besucher und sinkende Einnahmen sind einige der Gründe. Diese Situation betrifft nicht nur Heppenheim sondern zahlreiche Veranstaltungen in der ganzen Region.

Für 2018 konnte daher kein Generalunternehmer für die Organisation des Frühjahrsmarktes gefunden werden. Wie es in Zukunft weitergehen wird, wird im Laufe des Jahres neu bewertet und entschieden.

Am Donnerstag (25.) um 19:00 Uhr startet die Musikschule Heppenheim die Reihe ihrer Rathauskonzerte. Das Querflöten-, das Blockflöten- und das Kammer-Ensemble spielen Werke von der Renaissance bis zur Neuzeit, von Pastoralen bis zur Barcarole von Jacques Offenbach.

Die Musikschule lädt zu dem etwa 45-minütigen Konzert herzlich ein und weist darauf hin, dass das Rathauskonzert dieses Mal im Kurfürstensaal, Amtsgasse 5 stattfindet. Gäste sind sehr herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat in seinen Fahrplänen die Bezeichnungen der Ruftaxi-Linien geändert. Die neuen Liniennummern lauten:
  • 6967 Heppenheim – Sonderbach (vorher 6935)
  • 6968 Heppenheim – Mittershausen – Scheuerberg (vorher 6936)
  • 6989 Heppenheim – Erbach (vorher 6934)
  • 6987 Heppenheim – Laudenbach – Ober-Laudenbach (vorher 6938)
  • 6991 Heppenheim – Hambach – Ober-Hambach (vorher 6937)
Die an den Haltestellen ausgehängten Fahrpläne werden in Kürze (mit den neuen Linienbezeichnungen) aktualisiert. Der eigentliche Ruftaxi-Verkehr, insbesondere die Fahrpläne, wurden nicht verändert und bleiben wie bisher bestehen.

Bei Fragen zum Ruftaxi-Verkehr steht das Ordnungsamt, Frau Hartmann, unter Tel. 06252 13-1330 zur Verfügung.

Heppenheim mit seinen Stadtteilen bietet mit insgesamt 18 Betreuungseinrichtungen ein breites Angebot für Kinder. In 16 Kindertageseinrichtungen werden Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut, zehn Einrichtungen betreuen Kinder unter drei Jahren.

Eltern, die ihr Kind zum neuen Kindergartenjahr 2018/2019 in einer Heppenheimer Einrichtung anmelden möchten, müssen bald aktiv werden. Anmeldeschluss ist Mittwoch, 28. Februar 2018. Das Anmeldeformular gibt es auf der Homepage der Stadt unter www.heppenheim.de (Rubrik Rathaus& Politik> Bürgerservice> Formulare) oder in allen Heppenheimer Kitas. Eltern sollten in jedem Fall die Wunscheinrichtung vorab persönlich aufsuchen.

Die Platzvergabe erfolgt Anfang März im Rahmen einer Planungskonferenz. Das Verfahren wird gemeinsam von der Stadt Heppenheim und allen Kita-Leitungen koordiniert. Die Zusagen werden Ende März an die Familien verschickt.

Eltern, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Zusage erhalten haben, sollten sich kurzfristig mit den jeweiligen Kindertageseinrichtungen oder dem Bereich Soziales der Stadt Heppenheim in Verbindung setzen.

Kontakt:
Magistrat der Stadt Heppenheim, Bereich Soziales
Frau Serdani, Tel. 06252 13-1205

Die Internetkurse in der Stadtbücherei Heppenheim werden auch im neuen Jahr fortgesetzt. Die Leitung übernimmt Heinrich Morweiser, der den Kurs seit vielen Jahren ehrenamtlich anbietet.

Die Kurse finden jeweils am letzten Mittwoch eines Monats in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr statt.

Zum nächsten Termin am Mittwoch, 31.01.2018 sind noch Plätze frei. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 3,00 €.

Weitere Informationen erhalten Interessierte in der Stadtbücherei Heppenheim, Graf-von-Galen-Str. 12 oder unter 06252 69630.

Der für Donnerstag (18.) geplante Abbau des Krans in der Zwerchgasse muss verschoben werden. Die Wettermeldungen sagen starken Sturm mit Orkanböen voraus. Unter diesen Bedingungen ist es zu gefährlich, den Kran wie geplant zu demontieren. Die Aktion wird auf kommenden Donnerstag (25.) verschoben.

Die Zufahrt zur Zwerchgasse und zur Tiefgarage Innenstadt ist an diesem Tag zwischen 07:00 Uhr und 17:00 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Fußgänger können die Zwerchgasse passieren.




Der seit einigen Monaten in der Heppenheimer Zwerchgasse stehende Kran, der für diverse Sanierungsarbeiten am Ehemaligen Kaufhaus Mainzer erforderlich war, wird nun für die weiteren Baumaßnahmen nicht mehr gebraucht. Am kommenden Donnerstag (18.) wird er abgebaut. Die Zufahrt zur Zwerchgasse und zur Tiefgarage Innenstadt ist an diesem Tag zwischen 07:00 Uhr und 17:00 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Fußgänger können die Zwerchgasse passieren.

Am Samstag, dem 27. Januar 2018 um 16 Uhr, wird die Erinnerungsstätte für Zwangsarbeiter am Westrand der Gunderslache, nahe dem ehemaligen Standort des Tonwerks, eingeweiht. Der Künstler Klaus Weber entwarf im Auftrag des Initiatorenkreises um Franz Beiwinkel ein Mahnmal, das in Kooperation mit dem Investor, der Firmengruppe Dreher, und der Stadt Heppenheim am westlichen Ende der Hans-Kohl-Straße errichtet wurde. Um 16:30 Uhr wird anschließend in der Lagerhalle der Firma Vock, Gunderslachstraße 8, der offizielle Empfang inklusive einer Festansprache der Leiterin des Dokumentationszentrums Zwangsarbeit in Berlin, Frau Dr. Christine Glauning, stattfinden. Stadt und Initiatoren laden alle Interessierten zur Teilnahme ein.

Der geschichtliche Hintergrund
Die Politik der Nationalsozialisten war geprägt von politischer, militärischer und wirtschaftlicher Kriegsvorbereitung. Im Rahmen der Verkündung eines Vierjahresplanes, der die wirtschaftliche Autarkie des Reiches zum Ziel hatte, erfolgte die Einflussnahme auf die deutsche Wirtschaft. Hier ging es um die außenpolitischen Ziele des Reiches. Die Aufrüstung führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, sodass die bis dahin herrschende Arbeitslosigkeit bis 1936 einer Vollbeschäftigung gewichen war und ein Arbeitskräftemangel entstand. Mit der Einberufung hunderttausender Männer zur Wehrmacht verschärfte sich dieses Problem seit Kriegsbeginn weiter. Die Lösung des NS-Regimes bestand im zunehmenden Einsatz sogenannter Fremdarbeiter. Dabei übernahmen ausländische Arbeitskräfte (bis 1941 waren es schon über 3 Millionen), vor allem im Bergbau, der Landwirtschaft sowie in der Chemie- und Metallindustrie die Arbeit der zum Kriegsdienst verpflichteten deutschen Männer. Auch im Heppenheimer Tonwerk wurden immer mehr ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt. Zu Kriegsende bestand die Belegschaft mit ca. 160 Mitarbeitern zu 80 bis 90 Prozent aus „Fremdarbeitern“.

Auch wenn das Tonwerk für die regionale Wirtschaft, insbesondere für Heppenheim, durchaus bedeutend war (immerhin der größte Arbeitgeber der Region), stand die Heppenheimer Bevölkerung dem Betrieb eher negativ gegenüber. „Wer Vater und Mutter nicht ehrt, der muss ins Tonwerk!“ war eine geläufige Redewendung, die auch zum Titel für eine 1999 erschienene Forschungsarbeit der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim wurde. Die abgelegene Lage des Tonwerks sowie die vorherrschende Meinung, dass dort nur unqualifizierte Menschen beschäftigt seien, trug zu einer Abgrenzung der Bevölkerung auch gegenüber den Zwangsarbeitern bei. Zudem untersagte der NS-Staat persönliche Kontakte zu Zwangsarbeitern. Trotzdem ergaben sich durchaus Kontakte zwischen Zwangsarbeitern des Tonwerks und der Heppenheimer Bevölkerung, wenngleich sie meist dadurch entstanden, dass die Zwangsarbeiter für Gartenarbeit o. ä. quasi „ausgeliehen“ wurden.

Die Lebensbedingungen und -umstände im Tonwerk waren katastrophal. Oft wurden nicht einmal die staatlichen Mindestvorgaben erreicht: In einem Beanstandungsschreiben des Kreisstellenleiters der DAF (Deutsche Arbeitsfront) wird beschrieben, dass die Baracken verwanzt waren und die Arbeiter daher selbst bei Kälte lieber im Freien schliefen. In einer Beschwerde über die Zweigstelle des Tonwerks in Bensheim wird auf mangelnde Hygiene hingewiesen. Die Ernährungssituation der Zwangsarbeiter im Tonwerk in Heppenheim kann zwar als vergleichsweise günstig betrachtet werden, dennoch wurde auch dort der Anweisung Fritz Sauckels, (Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz) vom 20. April 1942 gefolgt, mit der man die maximale Arbeitsleistung bei geringstmöglichem Aufwand für die Lebensbedürfnisse erreichen wollte. Dies führte oftmals zur Reduzierung des ohnehin schon geringen Nahrungsmittelkontingents als Druckmittel zur Leistungssteigerung.

Die Erinnerungsstätte
Die Erinnerungsstätte liegt mitten im Leben in direkter Nachbarschaft zu einem Spielplatz. Sie selbst ist eine raumgreifende Anordnung verschiedener, meist als Silhouette dargestellter Bildelemente. Bildhaft aufgegriffen wird die wuchtige äußere Form des Tonwerks, und es erscheinen zwei stilisierte menschliche Figuren. Diese sind dergestalt vor dem Hintergrund positioniert, dass erst der Blick durch ein Guckfenster in einer Eisenstele deutlich macht, dass die beiden mit großen Mühen eine Lore bewegen. Für den Blick auf diese Realität muss sich der Betrachter leicht verneigen. Die Eisenstele mit dem Guckfenster trägt eine Beschriftung, die wesentliche Eckdaten der Zwangsarbeit in Heppenheim zur Zeit des „Dritten Reiches“ wiedergibt. Eine weitere Schautafel listet alle 575 bekannten Namen von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Heppenheim auf.